Die Arbeit in einer Samenbank

Die Arbeit in einer Samenbank

Ich arbeite als einziger Mann in einer großen Samenbank. Dort kümmere ich mich in einem Schichtdienst um die Archivierung, Sicherung und den Erhalt der Spenderproben. Zumindest ist das meine offizielle Aufgabe. Aber wirtschaftliche Optimierung und Sparmaßnahmen ließen mich mit nur wenigen Kolleginnen zurück. Oftmals ist man dort allein und das IT-System ist auch ein deutlich billigeres. Es wird nicht mehr so viel überwacht. Dabei zahlen unsere KundInnen gutes Geld. So ist das eben mit der Gewinnmaximierung unserer Vorgesetzten.

Irgendwann fing ich im System an zu suchen. Ein bisschen wie Google. Und habe bei den Proben und Daten, sagen wir mal, eine neue Ordnung eingeführt. Dabei habe ich die Proben untereinander vertauscht. Nicht etwa, dass Frauen einen Schreck bekommen, wenn etwas nicht so aussieht wie es sein sollte oder Frauen um ihre Wünsche gebracht werden wirklich ihren Partner als Erzeuger zu werden, nein. Ich spreche von den Proben, die für einsame Frauen gedacht sind oder es wirklich von einem Spender wollen.

Dabei bin ich selbst aktiv geworden und habe inzwischen alle Proben von Spendern, die mir ähnlich sahen, aussortiert und durch meinen Samen ersetzt.

Die Arbeit in einer Samenbank

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Alleine unter Frauen zu arbeiten ist auch nicht leicht. Vor allem weil alle Kolleginnen einen triftigen Grund hatten den ganzen Tag mit Sperma hantieren zu wollen. Als ich dann kam hatten sie jemanden, für den ihre knappe Freizeitbekleidung und den hervorblitzenden Dessous anfing sich noch mehr zu lohnen. Ihnen gefiel der Gedanke die Männer geil zu machen und als Wichsfantasie zu dienen. Egal ob sie Wasser auf ihren Ausschnitt verschütteten oder sich gerne ausgiebig unter Blicken bückten. Dabei flirteten sie auch gerne vor und mit anwesenden Partnerinnen und Ehefrauen um diese zu ärgern.

Zwar neckten sie gerne, Fremdficken kam aber für sie nie in Frage. Es war der Thrill den sie nach Hause brachten. Das führte dazu, dass jede von ihnen offen und frei über ihre Vögeleien sprach. Und massig der Mutterschutz wahrgenommen wurde. Mir entlockten sie weniger aus dem Privatleben. Doch merkten sie, wenn ich mit Knutschflecken bedeckt ihren Geschichten unter aufgegeiltem Blick verfolgte. Auch ließen sie mich gerne mit hübschen Kundinnen und Partnerinnen sprechen. „Wir wollen hier einfach eine schöne Atmosphäre für Sperma. Und jene, die es zu schätzen wissen.“, war das Motto.

Das Beste war aber mit meiner Chefin. Eigentlich war sie nicht das Beste. Sie war griesgrämig, verklemmt und hatte einen Stock im Arsch. Und sie war einsam und wollte ein Kind. Doch da unsere Firma mit dem Lohn auch bei ihr als Standortleiterin knausert und schon alle Konkurrenten in der Umgebung aufgekauft wurden musste sie auf das Sortiment vor Ort zurückgreifen. Wie ich könnte sie einfach ein paar Sachen neu eingeben und sich das gewünschte Sperma mopsen. Dumm nur, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon längst meine neue Sortierung eingeführt hatte und bemerkte, dass etwas nicht stimmte.

Sie hatte Proben sortiert, für die engere Auswahl, wer ihr Spender sein sollte. Ich begann erneut Proben zu verschieben und verfolgte immer wieder heimlich was sie auswählte. Letztlich stellte ich sicher, dass sie nur Spermien von mir in ihrer Auswahl hatte. Die eigene Chefin geschwängert! Leider nicht gevögelt. Was für ein geiler Gedanke dieser immer perfekt gestriegelten Stute in Bleistiftrock, Bluse und Weste mit hochgesteckter blonder Frisur zu ficken und dabei ihren prächtigen, runden, fetten Arsch zu kneten.

Mit diesem Gedanken füllte ich immer mehr und mehr an Proben. Stellte sicher, dass sie nur das Beste von meinem fruchtbaren Samen bekam. Irgendwann merkte ich, dass Proben entnommen wurden. Sie befruchtete sich heimlich. Denn sie konnte deswegen ihren Job verlieren und mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Wenn es denn herauskäme.

Die Arbeit in einer Samenbank

Irgendwann kam sie fröhlich zu uns und erklärte sie habe jemanden kennen gelernt. Sie sei schon Schwanger und werde in Mutterschutz gehen. Es war eine Scharade. Dieser jemand existierte gar nicht. Und schon recht bald erzählte sie allen sie wäre von diesem Schwein sitzen gelassen worden wolle aber das Kind behalten.

Als sie dann ihre Niederkunft hatte und nach einem Jahr zurückkehrte schien sie mich mit anderen Augen anzusehen. So als ob sie gemerkt hätte, das ich sie geschwängert hätte. Sagen konnte sie aber nichts.

Erst schien sie es mir übel zu nehmen aber mit der Zeit als gewordene Mutter verflog ihr Griesgram bald. Sie wurde locker, lächelte und flirtete mit den Kunden. Irgendwann nahm sie mich beiseite und fragte mich ganz ungeniert: „Ich denke über ein zweites Kind nach. Bin ich bei dir dafür an der richtigen Adresse?“

So ist das eben mit der Gewinnmaximierung unserer Vorgesetzten.

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